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Veränderungen bewegen – besser klein anfangen, als gar nicht

Von Arne Siebert

Gerade zum Jahresbeginn setzen sich viele Leute neue Ziele oder alte Ziele werden wieder aus den alten Kisten geholt und es wird erneut versucht sie umzusetzen. Vorab, Ziele setzen alleine hat schon einen merklichen Anstieg von Glückshormonen im Körper zur Folge. Wir sind bereit für Veränderungen und das setzt Energie frei. Wir stehen in den Startlöchern und haben dabei Ziele wie Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, weniger zu arbeiten, mehr an der frischen Luft sein, Sport treiben, sich besser ernähren, u.v.m.

Viele Leute kennen das, wir sind gewillt etwas zu verändern. Die Anfangsmotivation ist hoch und wir wollen etwas verändern und doch gelingt es manchmal nicht so recht. Die ersten Tage der Veränderung gehen bei einigen mühelos, doch bei anderen ist dieser erste Schritt sehr anstrengend und es passiert gar nichts. Hier spielt die Macht der Gewohnheit eine entscheidende Rolle. Wir haben uns über Jahre und teilweise Jahrzehnte bestimmt Muster in unserem Handeln und Tun angeeignet. Man kann sich diese Muster wie Spuren im Sand vorstellen, je öfter wir den selben Weg gehen, desto mehr wird aus den Spuren ein breiter Weg. Wenn wir jetzt vom gewohnten Weg abweichen ist das für uns erst einmal sehr ungewohnt. Wir fühlen uns vielleicht etwas verloren und orientierungslos. Vielleicht blockieren uns aber auch unsere Denkmuster. Denn, wenn wir Glaubenssätze haben die sich wie folgt lesen; „Es wird verdammt schwer.“ Oder „Das halte ich nie durch“ oder „Das mache ich morgen, nächste Woche, oder im nächsten Monat.“, dann legen wir uns selbst die Steine in den Weg.

Oft nehmen wir uns zu viel vor und die Energie verpufft in Überforderung. Solltet Ihr dieses Gefühl der Überforderung kennen, dann probiert es doch mal anders. Es kann in diesen Fällen wirksam sein, das so unerreichbar wirkende Ziel kleiner wirken zu lassen. Nehmt euch ein Ziel vor und überlegt welche „kleinen“ Schritte und Handlungen im Alltag beim Erreichen dieses Zieles unterstützen könnten, um ins TUN zu kommen. Gerade, wenn wie oben beschrieben limitierende Glaubenssätze mit dem Ziel verbunden sind, ist es oftmals klug klein anzufangen, um überhaupt ins TUN zu kommen. Tägliche Routinen können hier ein optimaler Einstieg sein.

Wichtig: Dieser Trick dient lediglich als Einstieg und um Handlungsenergie freizusetzen. Denn, wenn wir erstmal angefangen haben ist es oftmals nicht mehr schwierig. Natürlich gehört mehr dazu ein Ziel zu erreichen. Stellt man sich das ganze wie ein Gebäude vor, bilden die Gedanken und die Einstellung das Fundament auf dem gebaut wird und wenn große Steine noch zu schwer sind, nimmt man zu Beginn kleinere.

Hier ein paar Beispiele:

Ziel: Ich will 15 kg bis Juni abnehmen.

Mögliche Tagesziele:

  • Ich wiege mich täglich, um mein Vorhaben im Auge zu behalten.
  • Von nun an esse ich zuhause von einem kleineren Teller.
  • Ich achte darauf, dass bei jeder Mahlzeit, die ich esse, Gemüse dabei ist.

Ziel: Ich will mich fitter fühlen

Mögliche Tagesziele:

  • Jeden Abend vor dem Schlafen gehen, mache ich 10 Kniebeugen
  • Ich bereite meine Laufsachen am Vorabend so vor, dass ich die Möglichkeit hätte direkt morgens loszulaufen
  • Wenn ich morgens dusche, stelle ich das Wasser mindestens für einmal 10 Sekunden auf kalt

 

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