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10 Tipps für ein starkes Immunsystem

Von Arne Siebert

Unser Immunsystem ist dafür zuständig, uns ganzjährig vor Viren und Bakterien zu schützen, wobei wir in der kalten Jahreszeit durch Heizungsluft und Temperaturschwankungen anfälliger für Erkältungen sind. Bakterien und Viren lauern auf Türgriffen, Treppengeländern oder Wasserhähnen und wir begegnen ihnen beim Einkaufen, in der Bahn oder im Bus.

Um uns vor Krankheitserregern zu schützen, helfen unsere Schutzbarrieren wie Niesen, Husten oder Speichel dabei, das Eindringen in den Körper zu erschweren. Erst wenn diese Barrieren überwunden sind, ist unser Immunsystem gefordert. Jeder hat genetisch bedingt ein individuelles Immunsystem, dessen Gene für die Immunantwort je nach Ausstattung viele oder wenige Antikörper bildet. Während die einen gesund bleiben, werden die anderen krank.

Im Falle des aktuellen Corona-Virus SARS-CoV-2 wurde z. B. festgestellt, dass insbesondere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und schweren Vorerkrankungen gefährdet sind. Dann kann, wie bei jeder Grippe oder Infektion, die Krankheit schwer verlaufen.

Folglich ist es wichtig, den gesamten Organismus und unser Immunsystem zu stärken.

Die folgenden Maßnahmen stellen neben warmen Füßen dar, wie wir unser Immunsystem stärken, um Krankheiten vorzubeugen.

1. Bewegung

Bewegung stärkt nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch unsere Immunabwehr. Zu den effektivsten Ausdauersportarten zählen z. B. die Klassiker Laufen, Schwimmen oder Fahrrad fahren. Unser Immunsystem wird bei jedem moderaten Workout sanft gereizt. Wer seinen Körper allerdings überanstrengt, erzielt meist einen gegenteiligen Effekt – Tempo und Grad der Anstrengung sind also maßgebend.

2. Stress vermeiden

Meiden Sie stressige Situationen und integrieren Sie ruhige Phasen und Entspannung aktiv in ihren Alltag.  Stress schwächt die Immunabwehr und steigert somit die Anfälligkeit für Infekte. Zudem kann es zu Erschöpfungszuständen kommen, wenn sie chronischem Stress ausgesetzt sind, genau wie bei körperlicher Überlastung, was Krankheitserregern eine ideale Bedingung zum Vermehren bietet.

3. Sonnenlicht und frische Luft

Für eine intakte Immunabwehr ist Vitamin D essenziell. Einen Teil dieses Bedarfs nehmen wir über die Nahrung auf, etwa durch fetthaltigen Fisch. Treffen Sonnenstrahlen auf die Haut, produziert unser Körper selbstständig Vitamin D. In den Wintermonaten fällt die UV-Strahlung dank Wolkendecke geringer aus. Besonders dann sollten wir viel Zeit im Freien verbringen – auch bei Kälte.

4. Anstrengung vermeiden

Wer nicht krank werden möchte, sollte es auch beim Sport nicht übertreiben. Bei übermäßiger körperlicher Belastung steigt die Zahl der Abwehrzellen im Blut stark an, fällt aber bei anschließender Entspannung des Körpers unter den Ausgangswert vor der Belastung. Zu diesem Zeitpunkt können Krankheitserreger nur vermindert bekämpft werden, wodurch es häufiger zu Infektionskrankheiten kommt.

5. Die richtige Ernährung

Unter Wissenschaftlern wird vermutet, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Darmgesundheit und dem gesamten Immunsystem gibt. Eine ballaststoffreiche Kost ist daher ein guter Tipp. Als besonders gut für die Immunabwehr gelten jedoch bspw. Brokkoli, Spinat, dunkle Beeren und Trauben, Nüsse, Karotten, Tomaten, Knoblauch und Kohl. Für ein gut funktionierendes Immunsystem braucht der Körper viele verschiedene Vitamine und Nährstoffe. Dazu zählen unter anderem Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Zink, Selen, Eisen usw. Diese meisten dieser Inhaltsstoffe sind durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, kann gemeinsam mit dem Hausarzt abgeklärt werden, ob eine bestimmte Nahrungsergänzung sinnvoll ist.

6. Ausreichend Trinken

Angreifende Viren und Bakterien können durch mangelnde Feuchtigkeit nicht ausreichend abtransportiert werden. Wer zu wenig trinkt ist anfälliger für Erkältungen oder andere Infekte und fühlt sich oftmals müde und ausgelaugt. Schuld daran sind unter anderem die dadurch ausgetrockneten Schleimhäute. Wasser oder Tee sind positiv für das Immunsystem. Grüner Tee z. B. enthält dazu noch eine Menge Antioxidantien, die das Immunsystem zusätzlich unterstützen und vorbeugend gegen Krebs wirken.

7. Nichtraucher werden

Um ein rundum neues Lebensgefühl zu genießen, sollten Sie mit dem Rauchen aufhören. Auch Zigaretten haben einen negativen Einfluss auf die Immunabwehr. Tabakrauch trocknet die Schleimhäute aus, fördert Entzündungsprozesse und beeinträchtigt das natürliche Reinigungssystem unserer Atemwege.

8. Händewaschen

Regelmäßiges Händewaschen verhindert, dass Erkältungsviren in Ihren Organismus gelangen und sich ausbreiten können. Es stärkt nicht direkt das Immunsystem. Wer aber in der kühlen Jahreszeit vermeiden möchte, sich zu erkälten, kann dies mit mehrmals täglichem Händewaschen etwas vorbeugen.

9. Guter, ausgewogener Schlaf

Ausgeruht in den Tag zu starten bedeutet, leistungsfähiger zu sein und weniger anfällig für Erkältungen oder andere Infekte. Schlaflosigkeit reduziert drastisch die Zahl der Abwehrzellen, was ein schwaches Immunsystem zur Folge hat. Sieben bis acht Stunden Schlaf geben dem Körper ausreichend Zeit, um sich zu erholen.

10. Gute Laune

Studien haben gezeigt, dass Lachen den Gehalt an Immunglobin im Blut steigen lässt. Zudem baut es Stress ab und beugt diesem vor. Sorgen Sie also für gute Laune und Ausgelassenheit.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, wie wir mit uns und unserem Körper umgehen. Mit den oben genannten Tipps können wir Krankheiten vorbeugen und gesund bleiben. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit ausreichend Flüssigkeit, viel Bewegung und der richtigen Dosis an Entspannung und guter Laune hat Einfluss auf unser gesamtes Wohlbefinden und unseren Geist. Wir und unser Körper haben also eine Menge Möglichkeiten, sich gegen Krankheitserreger erfolgreich zur Wehr zu setzen. Unser Immunsystem profitiert davon, wenn wir achtsam mit uns und unserem Körper umgehen.

Bleiben Sie gesund.

Arne Siebert
Siebert Personal Training

Bewegen verändert.